Getränkekarte erstellen: Aufbau, Pflichtangaben und KI
Simplefy Software · Aktualisiert am 06.11.2026 · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt
Eine Getränkekarte ordnest du nach Gruppen, nennst bei jedem Getränk die Menge und den Endpreis inklusive Mehrwertsteuer und Bedienung. Das Erstellen geht in Word, in Canva oder mit KI. Eine KI kann eine vorhandene Karte per Foto einlesen, die Pflichtangaben prüfst du aber selbst.
Getränke bringen oft einen guten Teil des Ertrags. Trotzdem steckt in vielen Betrieben die Getränkekarte auf der letzten Seite oder auf einem alten Blatt. Eine eigene, klare Karte hilft, weil Gäste schneller finden, was sie wollen.
Wie baue ich eine Getränkekarte auf?
Halte dich an die Reihenfolge, in der Gäste bestellen:
- Aperitif und Empfehlung des Hauses
- Alkoholfreie Getränke und Wasser
- Bier
- Wein und Schaumwein
- Longdrinks und Cocktails
- Spirituosen
- Kaffee, Tee und warme Getränke
Die Empfehlung gehört nach oben. Dort steht, was du gern verkaufst. Wie du Blicke auf der Karte lenkst, zeigt Speisekarte gestalten.
Welche Angaben müssen auf die Getränkekarte?
Für Gastronomen in Deutschland gilt die Preisangabenverordnung. Die Merkblätter von DEHOGA und IHK nennen vor allem diese Punkte:
- Endpreise: Der Preis enthält Mehrwertsteuer und Bedienung.
- Menge: Bei Getränken steht die Menge beim Preis, zum Beispiel 0,3 l oder 2 cl.
- Zusatzstoffe: Kennzeichnungspflichtige Stoffe musst du angeben.
- Wein: Herkunft und Qualitätsstufe gehören zu einer sauberen Weinkarte.
Dazu kommt eine Regel, die viele vergessen: Mindestens ein alkoholfreies Getränk darf nicht teurer sein als das günstigste alkoholische, gerechnet auf dieselbe Menge. Die genaue Regelung hängt vom Bundesland ab. Frag deshalb im Zweifel bei deiner IHK oder beim Ordnungsamt nach. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Wie schreibe ich gute Getränkebeschreibungen?
Bei Wasser und Cola brauchst du keine Beschreibung. Bei Wein, Cocktails und Hausgemachtem hilft ein Satz:
- Wein: Rebsorte, Region, Geschmack in zwei Wörtern
- Cocktail: Hauptzutaten
- Limonade: was drin ist und dass du sie selbst machst
So fällt die Entscheidung leichter, und der Service muss weniger erklären.
Kann eine KI eine Getränkekarte erstellen?
Ja. Hast du schon eine Karte auf Papier, kann eine KI sie aus einem Foto einlesen und in Getränke, Mengen und Preise aufteilen. Ohne Vorlage kann sie aus deiner Liste Beschreibungen formulieren und ein Layout vorschlagen. Lies jede Menge und jeden Preis nach: Gerade bei 0,25 l und 0,5 l auf einem schlechten Foto passieren Lesefehler.
Links das Gespräch mit Mira, rechts die Karte, die deine Gäste sehen.
Im K. I. Speisekartenmanager legst du die Getränkekarte als eigene Karte neben der Speisekarte an. Preise änderst du im Gespräch mit Mira, die Online-Karte zieht sofort nach, und die Druckversion bekommst du als PDF.
Wie oft sollte ich die Getränkekarte überarbeiten?
Feste Regeln gibt es nicht. Sinnvoll sind drei Anlässe:
- wenn Einkaufspreise steigen
- beim Wechsel von Sommer auf Winter, etwa für heiße Getränke oder Sommer-Spritz
- wenn ein Wein ausläuft oder ein Lieferant wechselt
Rechne dabei auch die Preise neu. Wie, steht in Speisekarte kalkulieren. Soll die Karte in den Druck, hilft Speisekarte drucken.
Häufige Fragen
Was muss auf einer Getränkekarte stehen?
Der Endpreis inklusive Mehrwertsteuer und Bedienung, die Menge beim jeweiligen Getränk und kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe. Bei Wein gehören Herkunft und Qualitätsstufe dazu.
Wie erstelle ich eine Getränkekarte mit KI?
Du lädst ein Foto oder eine Datei deiner bisherigen Karte hoch oder gibst deine Liste ein. Die KI ordnet Getränke, Mengen und Preise. Danach prüfst du alles und gibst die Karte als PDF oder Online-Karte aus.
In welcher Reihenfolge stehen Getränke auf der Karte?
Üblich ist die Reihenfolge der Bestellung: Aperitif, alkoholfreie Getränke, Bier, Wein, Cocktails, Spirituosen, warme Getränke. Empfehlungen stehen oben.
Muss ein alkoholfreies Getränk günstiger sein als Alkohol?
Mindestens eins sollte nicht teurer sein als das günstigste alkoholische Getränk, gerechnet auf dieselbe Menge. Die Regelung ist je nach Bundesland unterschiedlich, frag deine IHK oder dein Ordnungsamt.
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